FAQ - Fragen und Antworten

Was ist eine Sedierung?

Eine Sedierung ist ein tiefer Schlaf, der durch Medikamente, die über die Vene gespritzt werden, hergestellt wird und der dazu führt, dass man von einer unangenehmen Untersuchung nichts mitbekommt. Die Sicherheit unserer Patienten steht hierbei selbstverständlich an erster Stelle. Die Sedierung und die intensive Überwachung unserer Patienten erfolgen strikt nach den derzeit gültigen Leitlinien.

Was ist eine Kurznarkose?

Die Kurznarkose ist ebenfalls ein tiefer Schlafzustand, der aufgrund der eingesetzten Medikamente von einem Anästhesisten (Narkosearzt) überwacht werden muss. Die Patienten atmen hierbei meist spontan. In manchen Fällen kann allerdings eine kurzzeitige Beatmung notwendig werden.

Was ist der Unterschied zwischen einer Sedierung und einer Kurznarkose?

Die Sedierung wird üblicherweise bei jüngeren bzw. gesunden Patienten ohne besondere Risikofaktoren eingesetzt und vom Untersucher zusammen mit einer speziell hierfür geschulten Assistenzkraft (medizinische Fachangestellte) überwacht.

Die Kurznarkose kommt bei Patienten mit Risikofaktoren der Atmungsorgane und des Herz-Kreislaufsystems zum Einsatz, wie zum Beispiel chronisch-obstruktive Lungenerkrankung, Asthma bronchiale, Bluthochdruck, Zustand nach Herzinfarkt, Diabetes mellitus etc. und wird von einem Anästhesisten (Narkosearzt) überwacht.

Wie kann ich entscheiden, ob ich eine Sedierung oder eine Kurznarkose benötige?

Diesbezüglich sollten Sie sich im Rahmen das Aufklärungsgespräches beraten lassen. Bei diesem Gespräch werden wir anhand Ihrer Risikofaktoren die optimale Art der Untersuchung für Sie mit Ihnen besprechen.

Kinder, behinderte Patienten und Patienten mit schwereren Vorerkrankungen bedürfen einer noch intensiveren Überwachung. Für diese Patienten kooperiert die Praxis mit den Fachärzten für Anästhesiologie Hans-Jörg Wiening und Dr. Michaela Hassmann. Beide Kollegen führen in unserer Praxis bei diesen Patienten an bestimmten Terminen Sedierungen und Kurznarkosen durch. 

Werden die Kosten für eine Sedierung oder eine Kurznarkose von meiner Krankenkasse übernommen?

Eine Sedierung durch den Untersucher wird von der Krankenkasse immer völlig problemlos übernommen. 

Bei der Kurznarkose oder Sedierung durch einen Anästhesisten kommt es darauf an, ob es aus medizinischer Sicht erforderlich ist, dass ein Anästhesist hinzugezogen wird.

Bei den gesetzlichen Krankenversicherungen ist die Kurznarkose auf Wunsch bei Patienten ohne Risikofaktoren eine Selbstzahlerleistung. Erst beim Vorliegen von erheblichen gesundheitlichen Risikofaktoren übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung die Kurznarkose durch einen Anästhesisten. 

Bei den privaten Krankenversicherungen ist es individuell sehr unterschiedlich, ob die Kosten für eine Kurznarkose mit Anästhesist erstattet werden. Dies sollten Sie vorab mit Ihrer privaten Krankenkasse klären. 

Kann ich eine Magen- oder Darmspiegelung auch ohne Schlafspritze durchführen lassen?

Prinzipiell ist das möglich, aber häufig sehr unangenehm. Die meisten Patienten lassen die Untersuchungen mit einer Schlafspritze durchführen.

Das im Rahmen der Spiegelung eingeblasene Gas (Luft oder Kohlendioxid) und das Vorschieben des Endoskops kann häufig Unannehmlichkeiten verursachen. Bei der Magenspiegelung kann es zu einem ausgeprägten Würgereiz und bei der Darmspiegelung zu Dehnungsschmerzen kommen. Eine Untersuchung ohne Schlafspritze ist insbesondere für Patienten geeignet, die bereits früher eine Endoskopie ohne Schlafspritze erhalten haben und diese gut vertragen haben. Allerdings gibt es keine Garantie dafür, dass es wieder ohne Schlafspritze klappt, auch wenn man es schon einmal geschafft hat. Für diesen Fall sollten Sie jemanden organisiert haben, der Sie dann in der Praxis abholen kann. 

Kann ich nach einer Sedierung selbst nach Hause fahren?

Nach einer Sedierung (Beruhigungsspritze) ist Ihre Fahrtauglichkeit am Untersuchungstag nicht mehr gewährleistet. Falls Sie eine Sedierung wünschen, kommen Sie deshalb zur Untersuchung nicht mit dem eigenen Fahrzeug (Auto, Fahrrad, etc.). Sie müssen nach der Untersuchung für eine weitere Stunde in der Praxis bleiben und sich von einer Begleitperson oder einem Taxi abholen lassen.

Bekomme ich nach einer Magen- oder Darmspiegelung eine Krankmeldung?

Wenn Sie eine Sedierung hatten, bekommen Sie für den Tag der Untersuchung eine Krankmeldung. Falls Sie die Untersuchungen ohne Sedierung durchführen lassen, stellen wir Ihnen für die Zeit in unserer Praxis eine Anwesenheitsbestätigung aus. 

Darf ich nach einer Magen- oder Darmspiegelung gleich wieder essen und trinken?

Falls Sie keine anderslautenden Empfehlungen bekommen, können Sie nach der Untersuchung wieder essen und trinken – zunächst aber keine blähenden Nahrungsmittel und keine kohlensäurehaltigen Getränke. 

Muss ich nach der Darmspiegelung mit Schmerzen rechnen?

Nach einer Darmspiegelung hat man häufig noch für einige Stunden Blähungen. Diese klingen nach 3-4 Stunden wieder ab. Wenn bei der Untersuchung CO2 statt Raumluft verwendet wird, können die Blähungen nach der Untersuchung deutlich reduziert werden. 

Muss ich zu einer Ultraschalluntersuchung des Bauches nüchtern sein?

Für eine Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes ist es am besten, wenn Sie nüchtern sind. Wenn die Untersuchung erst am Nachmittag durchgeführt wird, dürfen sie normal frühstücken. Bitte essen Sie dann aber nicht zu Mittag und trinken Sie drei Stunden vor der Untersuchung keine kohlensäurehaltigen Getränke mehr.

Muss ich zur Blutentnahme nüchtern sein? 

Im Normalfall ist es nicht nötig, dass Sie zur Blutentnahme nüchtern kommen. Andernfalls würden wir Sie darauf hinweisen.

Wo kann ich am besten parken?

Der nächstgelegene Parkplatz ist die Tiefgarage Theater West. Behindertenparkplätze finden Sie an der Rückseite des Neuen Rathauses, zwischen Rathaus und l`Osteria.